Wasser zum essen: Getränkeblasen sollen Flaschen vermeiden helfen

von Sebastian Klammer am Juli 11, 2017

Skipping Rocks Lab Ooho Water Bottle

Getränkeflaschen stellen sich zunehmend als gewaltiges Problem heraus – weit größer als man es bisher angenommen hat. Allein die Amerikaner werfen pro Jahr mehr als 35 Milliarden Plastikflaschen weg – und man darf mit Fug und Recht behaupten, im Rest der Welt sieht es insgesamt nicht besser aus. Da ist natürlich jede Idee willkommen, die dazu beitragen kann, die Menge unseres Plastikmülls zu reduzieren. Eine davon ist ooho! – eine essbare Getränkeblase, die überhaupt keinen Müll zurücklässt. ooho! ist eine Idee von skipping rocks lab, die zum ersten Mal im Jahr 2013 vorgestellt wurde – und die jetzt in die Massenfertigung gehen soll. Dazu hat das in London ansässige Start-Up jetzt innerhalb weniger Tage über 400.000 Pfund Unterstützerhilfe eingesammelt.

Skipping Rocks Lab Ooho Water Bottle

Skipping Rocks Lab Ooho Water Bottle

Die Idee hinter ooho! ist so einfach wie genial: um die essbaren Getränkeblasen herzustellen, wird gefrorenes Wasser (oder andere Getränke) mit einer Hülle aus einem Algenextrakt ummantelt. Dieses bildet beim Erhärten eine gelartige, feste Masse, die vollkommen geschmacksneutral ist und einfach mitgegessen werden kann. Wer das nicht mag, kann sie aber auch einfach durchstechen und das Getränk in ein herkömmliches Gefäß gießen – weggeworfen löst sich die Hülle innerhalb von 4-6 Wochen von selbst auf. Das entspricht in etwa der Zeit, die auch jede größere Frucht benötigen würde, um sich komplett zu zersetzen. Die durchsichtige Membran kann sogar gefärbt oder mit Geschmack versehen werden und sie kann neben Wasser jedes andere Getränk oder kosmetische Flüssigkeiten enthalten. Hinzu kommt, dass der Herstellungsprozess für die essbaren Getränkeblasen deutlich weniger Energie erfordert als der für normale Getränkeflaschen.

Skipping Rocks Lab Ooho Water Bottle

Skipping Rocks Lab Ooho Water Bottle

Skipping Rocks Lab Ooho Water Bottle

Skipping Rocks Lab haben ihre Getränkeblasen bereits auf größeren Festivals erfolgreich getestet – immerhin werden hier innerhalb kürzester Zeit jede Menge Wegwerfflaschen verbraucht. Und tatsächlich bietet sich dieses Konzept des Getränkeverkaufs in diesem Setting geradezu an: sobald die Maschinen mobil geworden sind, könnten die ooho! Bubbles direkt vor Ort befüllt werden – das würde dann nicht nur Müll vermeiden und Energie sparen, sondern auch Transportkosten und CO2-Ausstoß reduzieren. Für andere Anwendungsbereiche ist ooho! allerdings noch nicht hier optimal. Die gelartigen Hüllen sind nicht besonders belastbar und würden platzen, wenn man sie z.B. in die Einkaufstasche wirft. Dennoch stellen sie einen wichtigen und ziemlich coolen Schritt in die richtige Richtung dar.

Gefunden bei designboom.

Gefällt dir dieser Post? Sag es weiter!
Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on LinkedInBuffer this pageShare on RedditShare on StumbleUponEmail this to someone

Sag etwas zu diesem Beitrag.

Pflichtfeld.

Required. Wird nicht gezeigt.

Wenn vorhanden.