Vier einfache Tipps für mehr Glück und einen freien Kopf

von Sebastian am Oktober 20, 2017

Vier Tipps für mehr Glück und einen freien Kopf

Das Wochenende naht! Idealer Weise die richtige Zeit, um abzuschalten und Energie zu tanken. Wenn du damit des Öfteren Schwierigkeiten haben solltest, könnten Dir diese vier Tipps weiterhelfen. Sie entstammen dem neuen Buch „The Hacking of the American Mind: The Science Behind the Corporate Takeover of Our Bodies and Brains“ des Kinderarztes Dr. Robert Lustig, der am Institut für gesundheitliche Studien der University of California in San Francisco lehrt.

Wenn du dich öfter dabei erwischst, wie du schon gewohnheitsmäßig deine Twitter oder Facebook-Timelines aktualisierst, um ja keinen aktuellen Trend zu verpassen, dann gibt es eine schlechte Nachricht für dich: dein Kopf wurde gehackt! Das ist jetzt an sich nicht sonderlich überraschend, denn nahezu jeder – von der Lebensmittelkette über Marketingagenturen bis hin zum App-Entwickler – hat heute einen Weg gefunden, in unseren Köpfen so etwas wie eine Suchtreaktion auszulösen. Und so klickst du zum Millionsten Mal den Refresh-Button auf Instagram oder verschlingst eine weitere Handvoll Gummibärchen und fühlst einen kleinen Dopamin-Rush der Dankbarkeit, nach dem du dich aber schnell schlechter fühlst als vorher.

In einem Interview mit dem Online-Magazin Lifehacker erklärt Lustig dieses Phänomen – bietet aber auch recht einfache Lösungen an, wie man damit umgehen kann. Es gibt effektive Wege, dem konstanten Ansturm von Werbe- und Imagebotschaften entgegenzutreten – und die meisten davon sind erstaunlich einfach! Alles, was du dir merken musst, sind diese vier Tipps:

Unterhalte dich.

Der erste Ratschlag klingt ganz leicht, wird aber ebenso leicht übersehen, da wir ja ständig per Whatsapp, Facebook oder Twitter „kommunizieren“. Aber eben nicht direkt. Nach Robert Lustig regen direkte, persönliche Gespräche Neuronen in unserem Gehirn an, die unsere Empathie verstärken und den Ausstoß von Serotonin – unser Glückshormon – fördern. Indirekte Gespräche, bei denen uns unser Gesprächspartner nicht direkt gegenübersitzt, tun dies nicht – und dieser Unterschied ist wichtig. Serotonin wirkt sich positiv auf unser langfristiges Glücksempfinden aus, während Dopamin (das „Belohnungshormon“) uns nur einen kurzfristigen und vorübergehenden Kick verschafft. Lustig rät deshalb dazu, jeden Tag etwas Zeit dafür frei zu machen, uns persönlich mit anderen zu unterhalten – an einem Tisch und ohne Handy.

Teile.

Beim Teilen geht es laut Lustig darum, der eigenen Familie, den Freunden und der Welt im Ganzen etwas Gutes zu tun. Also etwas zu tun, dass die Welt ein bisschen besser macht. Wichtig dabei ist, dass es sich hier nicht um etwas handeln sollte, dass dir ein anerkennendes Schulterklopfen oder eine direkte Belohnung einbringt. Und die Möglichkeiten, etwas Gutes zu tun, sind vielfältig: du kannst Geld an eine wohltätige Organisation spenden oder deine Familie bzw. Freunde zum Essen einladen (das kannst du auch gut mit dem ersten Tipp verbinden!). Je nachdem, was du beruflich machst oder welche Hobbies du hast, kannst du auch deine Fähigkeiten dazu einsetzen, andere zu unterstützen, in einem Reparaturcafé mitzuarbeiten oder dich ehrenamtlich einzubringen. All dies trägt dazu bei, den Serotonin-Ausstoß in deinem Hirn anzuregen und dein eigenes Glücksgefühl langfristig zu steigern.

Achte auf dich selbst.

Zugegeben: Achtsamkeit ist ein ziemlich weit gefasster Begriff und wird im Moment etwas inflationär verwendet. Es gibt Yoga-Kurse und Apps, die dir helfen, deine Achtsamkeit zu steigern – aber eigentlich ist es viel einfacher. Was Lustig mit Achtsamkeit meint, sind eigentlich diese drei Dinge: Genügend Schlaf (möglichst ohne Bildschirme jedweder Art in greifbarer Nähe), weniger Multi-Tasking (darin sind wir ohnehin nicht besonders gut) und Bewegung. Jede dieser drei Aktivitäten sorgen bereits an sich für eine Serotonin-Ausschüttung im Kopf – kombiniert sind sie aber dreimal so effektiv!

Koche.

Es gehört mittlerweile schon beinahe zum Allgemeinwissen, dass selbst zu kochen wesentlich gesünder für dich ist, als Fertignahrung zuzubereiten oder ständig auswärts zu essen. Dennoch ignorieren wir diese Erkenntnis zumeist beflissentlich, weil uns Kochen in unserer effizienten Welt ein wenig wie Zeitverschwendung vorkommt. Ist es aber eben nicht! Koch hat gleich mehrere positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Glücksgefühl. Zum Einen bietet das Kochen eine beruhigende Möglichkeit, am Ende des Tages effektiv abzuschalten. Zum Anderen weißt du, wenn du selbst kochst, was tatsächlich in deinem Essen steckt und es bietet dir die Möglichkeit, gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe – wie zu viel Salz oder Zucker – zu reduzieren. Das sorgt nicht nur dafür, dass du dich körperlich wohler und gesünder fühlst, sondern bringt auch einen weiteren Boost für dein Glücksempfinden!

Das ganze Interview mit Dr. Robert Lustig findest Du übrigens im Lifehacker Podcast – dort allerdings nur auf englisch. Das Buch „The Hacking of the American Mind: The Science Behind the Corporate Takeover of Our Bodies and Brains“ findest Du bei Amazon, falls du dich tiefer in die Materie einlesen möchtest.

Foto: © Patrizia Tilly / fotolia.de

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