Unsung New York: Manhattan vor 400 Jahren

von Sebastian Klammer am Mai 2, 2017

Calling Thunder - Unsung Manhattan

Bevor Manhattan bekannt wurde als „die Stadt, die niemals schläft“ kannten die Lenape-Indianer den Ort als Mannahatta – das Land der vielen Hügel. Während die Lenape und ihre Lebensweise schon lange im Nebel der Geschichte verschwunden sind, bemüht sich nun ein Virtual Reality-Projekt darum, zumindest die Klangwelt wieder aufleben zu lassen, die Henry Hudson wohl empfangen hätte, als er vor 400 Jahren hier anlandete. Das Projekt “Calling Thunder: The Unsung History of Manhattan,” bedient sich aus dem reichen Fundus der Macaulay Library of Natural Sounds der Cornell University und ersetzt die alltäglichen Geräusche bekannter Manhattan-Hot Spots wie der Upper East Side, Collect Pond Park (an der Ecke Lafayette Street und Franklin Avenue) des Highline Park und des Inwood Hill Park mit den vielfältigen Klängen, die Besucher wohl um das Jahr 1609 herum an diesen Orten erwartet hätten.

Calling Thunder - Unsung Manhattan

Um diesen Schritt in der Geschichte zurückzugehen, braucht man allerdings keine Zeitmaschine – ein mobiles VR Headset (zum Beispiel ein Google Cardboard) und ein Smartphone sind alles, was nötig ist, um in die wissenschaftlich akkurate Geräuschkulisse einzutauchen, die reich war an Rufen unzähliger Tierarten. Tatsächlich beheimatete Mannahatta einst eine größere Vielfalt an Arten als heute im Yellowstone Nationalpark zu finden ist. Darunter mehr Vögel als man im Great Smoky Mountains National Park findet.

Bill McQuay, ein Audio Producer am Ornithologie-Labor der Cornell University und David Al-Ibrahim, Student des Interaction Design Program an der School of Visual Arts haben das Projekt erdacht und umgesetzt – mit dem Ziel, den Menschen zum Einen eine neue Perspektive darauf zu geben, wie sich Manhattan über die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat, ihnen zum Anderen aber auch die Möglichkeit zu geben, seine geschichtliche und aktuelle ökologische Bedeutung schätzen zu lernen.

“In der Natur ist vieles an Sprache verloren gegangen. Viele Begriffe, die zahllose Dinge in der Natur beschrieben haben. Und mit ihnen haben wir auch unsere Fähigkeit verloren, diese Dinge wahrzunehmen und zu erleben,” erklärt Al-Ibrahim in einer Pressemitteilung. “Dies hier ist eine Möglichkeit, den Menschen zu sagen, dass sie achtsam sein sollen mit der Natur – in ihrer städtischen Umgebung und in ihrem Alltag.”

Gefunden bei inhabitat.

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