Ungewöhnliche Tricks für mehr Produktivität

von Sebastian am August 25, 2015

Menschliche Superkräfte

Der menschliche Körper ist ein wahres Wunderwerk. Und wenn du lernst, seine eingebauten Superkräfte zu nutzen, kannst du mehr erreichen, als du vielleicht glaubst. So wie diese einfachen Tricks, die dir helfen sollen, produktiver zu arbeiten.

Steck deinen Daumen in den Mund, um Stress abzubauen.

Stress und Anspannung können deinem Hirn übel mitspielen. Es gibt allerdings eine ganz einfache Möglichkeit, deine Nerven zu beruhigen: indem du deinen Daumen in den Mund steckst und pustest. Hintergrund? Dr. Arun Ghosh vom Spire Liverpool Hospital erklärt, dass das unseren Vagus-Nerv aktiviert. Und dies wiederum führt, so The Mayo Clinic, zu einer Senkung unserer Herzrate und unseres Blutdrucks – in einigen Fällen sogar zu einer Behebung von Stimmungstiefs.

Dieser Trick wird manchmal falsch wiedergegeben. Oft wird dazu geraten, „Luft auf den Daumen zu blasen“. Das stimmt so aber nicht. Du musst tatsächlich deinen Daumen in den Mund nehmen, den Mund schließen und gegen den Daumen pusten.

Lerne, deine Blase zu kontrollieren, um vorschnelle Entscheidungen zu vermeiden.

Während der Arbeit musst du oft Entscheidungen treffen, die große Auswirkungen haben. Es liegt auf der Hand, dass du hier deine Wahl nicht überstürzt treffen solltest. Der Trick: Trink vor einem wichtigen Meeting viel Wasser, so dass dir deine Blase irgendwann sagt, dass du mal eine Pause brauchst… und unterdrücke dann dieses Gefühl.

Es klingt verrückt, aber Forscher an der Imperial College School haben vier Studien durchgeführt, die zeigten, dass es eine Beziehung gibt zwischen der Kontrolle des Harndrangs und der Art, wie wir Entscheidungen fällen. Einfach ausgedrückt, hat das, was du in dem einen Bereich fühlst, einen „Überlaufeffekt“ auf den anderen Bereich. Wir kennen das von einem anderen Phänomen: Wenn wir hungrig in den Supermarkt gehen, kaufen wir oft jede Menge Lebensmittel – auch wenn wir sie eigentlich gar nicht brauchen. Ganz ähnlich verhält es sich hier: wenn du lernst, deinen Harndrang zu kontrollieren, lernt dein Hirn auch, andere Impulse besser zu steuern – zum Beispiel einen Hang zu vorschnellen Entscheidungen.

Kleiner Haken: Obwohl die Studien einen klaren Zusammenhang zwischen Blasenkontrolle und Impulskontrolle bei der Entscheidungsfindung aufzeigen, sagen sie nichts darüber aus, ob die letztendlich getroffenen Entscheidungen besser oder schlechter waren als die spontanen.

Kaue Kaugummi oder einen Kaffeerührer für mehr Konzentration

Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass das Kauen von Kaugummi die Konzentration, die mentale Leistungsfähigkeit und das Erinnerungsvermögen verbessert. Allerdings kann Kaugummikauen auf unsere Umgebung leicht nervig wirken und gilt nicht als besonders höflich. Mal abgesehen davon, dass der häufige Konsum auch nicht gerade gesund ist. Gretchen Rubin vom The Happiness Project empfiehlt daher einen Wechsel zu Kaffeerührern – diesen kleinen Plastikstäbchen, die man zu einem Coffee To Go dazu bekommt. Sie sagt:

„Ich habe herausgefunden, dass ich weniger nasche und mich besser konzentrieren kann, wenn ich auf einem Rührstäbchen herumkaue. Viele Leute der schreibenden Zunft berichten, das sie am besten schreiben, wenn sie dabei etwas naschen oder trinken oder rauchen – alles Dinge, die unserer Gesundheit nicht unbedingt gut tun. Auf einem Plastikstäbchen (oder etwas ähnlichem) zu kauen, reduziert diesen Drang und hat dabei dieselbe mentale Wirkung.“

Rubin sagt in ihrer Aussage ganz klar, dass das nur ein Placebo-Effekt sein mag, aber Wired hat verschiedene Studien aufgetan, die die Steigerung der kognitiven Fähigkeiten durch das Kaugummi- (oder Stäbchen-)kauen bestätigen. Die Studien machen deutlich, dass dies nicht an den Inhaltsstoffen von Kaugummi liegt. Die Steigerung unserer mentalen Leistung resultiert aus dem Kauen an sich.

Kleiner Haken: Der positive Effekt des Kauens hält nur für etwa 20 Minuten an. Also sollte man sich diesen Boost für Momente aufheben, in denen man sich wirklich auf etwas wichtiges konzentrieren muss.

Folge wichtigen Gesprächen mit deinem rechten Ohr

Forscher an der italienischen Gabriele d’Annunzio Universität haben in Studien herausgefunden, dass sich das rechte und das linke Ohr unterschiedlich gut für verschiedene Aufgaben eignen. So nimmt das rechte Ohr (bzw. tatsächlich die linke Gehirnhälfte) Informationen deutlich besser auf. Der Forscher Luca Tommasi erklärt:

„Es hängt von der Art der Information ab. Das rechte Ohr eignet sich besser, wenn die Dinge, auf die es in der Konversation ankommt, mit dem Klang der Sprache zu tun haben (z.B. Wörter und Begriffe). Das linke Ohr hingegen eignet sich besser für die Unterscheidung nicht-phonetischer Aspekte der Sprache – z.B. emotionale Hinweise in der Tonalität.“

Die Studie zeigte, dass etwa 72 Prozent der Teilnehmer lieber mit dem rechten Ohr zuhören, wenn es um etwas wichtiges geht. Für die Praxis bedeutet das: Wenn du dich in ein Meeting begibst, ist es besser, dich so hinzusetzen, dass du wichtigen Sprechern dein rechtes Ohr zuwendest.

Den Originalartikel zu diesem Beitrag findest du bei lifehacker.com. Bild: lifehacker.com

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