The Under Line: Ungenutzte U-Bahn-Schächte wiederbelebt

von Sebastian Klammer am Februar 9, 2015

London The Under line

Das in London ansässige Architekturbüro Gensler hat den anspruchsvollen Plan gefasst, die ungenutzten U-Bahn-Schächte der Stadt in unterirdische Gehwege umzuwandeln – für Fußgänger und Radfahrer. Aufgelockert werden soll das Ganze durch kleine Läden, Cafés und kulturelle Veranstaltungen. So sollen weite Streckenteile wiederbelebt werden, die derzeit brach liegen in einer der ansonsten am dichtesten bevölkerten Städte der Welt.

London The Under line

Das Projekt „The Under Line“ folgt dem Gedanken eines ähnliches Projektes aus New York (Low Line) und hat zum Ziel, eine Infrastruktur öffentlichen Raumes zu schaffen – mit verschiedenen Orten, die über alte Bahnstrecken, Reservoirkammern und Brücken miteinander verbunden sind. Damit wollen die Architekten bei Gensler gleich mehrere Probleme der Londoner Innenstadt ansprechen – inklusive der vielen Fahrradunfälle auf den überfüllten Straßen, einem Mangel an öffentlichem Raum für Fußgänger und dem Gedränge besonders zu Stoßzeiten. Gensler schlägt vor, das Projekt schrittweise voran zu treiben, um die Entwicklungskosten überschaubar zu halten und die Nutzung durch die Londoner zu erproben.

„The Under Line“ birgt auch eine clevere technische Konzepte. So sollen zum Beispiel spezielle Bodenplatten kinetische Energie erzeugen, die dann wiederum dazu genutzt werden kann, die Passagen zu beleuchten. Die Technologie für diese Art der Energiegewinnung existiert bereits und „The Under Line“ wäre ein perfektes Umfeld, um sie in der Praxis zu testen. Ein weiterer Vorteil dieses Projektes ist der vergleichsweise geringe Aufwand, der erforderlich wäre, um die schon vorhandenen Strukturen umzuwandeln.

Als erstes Projekt soll die ungenutzte U-Bahn-Strecke zwischen Green Park und Holborn umgestaltet werden, mit Anschluss an noch im Betrieb befindliche Stationen, die gleich als Zubringer dienen können.

Gefunden bei: weburbanist. Bilder: Gensler

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