Rayvolt Ambassador – ab April in Deutschland

von Sebastian Klammer am Februar 28, 2019

Rayvolt Ambassador

Das kleine Unternehmen Rayvolt aus Barcelona hat sich auf die Entwicklung von E-Bikes spezialisiert. Allerdings nicht einfach irgendwelcher E-Bikes. Mit ausgesuchtem Vintage-Charme, hochwertigen Materialien und innovativer Technik will das Startup um den Franzosen Mathieu Rauzier den Markt erobern. In Deutschland steht bereits seit einiger Zeit der Rayvolt Cruzer bei den Händlern. Das relativ wuchtige E-Bike, das eher an eine zu klein geratene Harley erinnert, dürfte mit seiner langgestreckten Bauform, den dicken Reifen und seinem geschwungenen Rahmen allerdings eher Motorradfreunde ansprechen als den klassischen Radler. Deshalb schickt Rayvolt nun seinen Ambassador ins Feld.

Rayvolt Ambassador

Das Rayvolt Ambassador ist ein Fahrrad im besten Sinne. Rahmen, Lenker, der hochwertig mit Leder bezogene Sattel und viele liebevolle Details sprechen deutlich die Sprache der Zwanziger Jahre. Das setzt sich auch in den schwungvollen, glänzenden Verbindungsstücken, den schlanken 28-Zoll Felgen und jeder Menge Chrom fort. Die wunderschöne Lackierung gibt es entweder in Bordeaux oder in British Racing Green. Ein hochwertiger, aber stimmiger Eindruck. Das Beste aber ist: Das Ambassador sieht überhaupt nicht aus wie ein E-Bike. Lediglich der in die hintere Radnabe integrierte Motor macht stutzig und deutet an, dass das Fahrrad nicht ganz der Klassiker ist, der er zu sein scheint. Der Akku hingegen verbirgt sich in einer Lederhülle, die genau so gut eine Satteltasche sein könnte. Alle Bedienelemente sind geschickt in die Lenkergriffe integriert und auf den ersten Blick nahezu unsichtbar.

Rayvolt Ambassador

Angetrieben wird das Ambassador von einem Rayvolt SMART HUB. Dieser liefert 200 bzw. 400 Watt und erlaubt eine Geschwindigkeit bis zu 25 km/h – das Fahrrad ist als Pedelec zugelassen. Der Li-Ion Akku liefert 48 Volt bei 10,5 Ampere und soll 1000 Ladezyklen schadlos überstehen. Eine komplette Aufladung ist laut Rayvolt in 2,5 Stunden erledigt. Akku und Antrieb sorgen für ein Gesamtgewicht von 20 kg. Gebremst wird mit Hilfe der Rayvolt V-Brake – am Vorderrad ist wahlweise eine Scheibenbremse verbaut. Gas gegeben wird einfach mit einem Tritt in die Pedale – aktiv gebremst wird mit dem Daumen. Für die Kraftübertragung sorgt ein Rayvolt Three Piece Crankset und wer eines dieser mondänen Fortbewegungsmittel sein Eigen nennt, kann seine Füße wahlweise auf Flat Rayvolt Pedals oder auf Tracer Rayvolt Pedals senken.

Rayvolt Ambassador

Vor diesem Vergnügen dürfte allerdings zunächst einmal der Kaufpreis stehen. Zu dem hat sich Rayvolt zwar noch nicht geäußert, da das Ambassador erst ab April in Deutschland zu haben sein wird, doch der Umstand, dass man ganz bewusst Premium E-Bikes baut und der Rayvolt Cruzer – abhängig von der Ausstattung – zwischen 2.700 und 3.100 Euro kostet, lässt vermuten, dass es sich hier nicht um ein Schnäppchen handelt. Dennoch: wer die Ästhetik klassischer Zweiräder liebt, ein paar dezente Schnörkel zu schätzen weiß und auf elektrische Unterstützung nicht verzichten will, der findet im Rayvolt Ambassador ein Fahrrad, das derzeit wohl vergeblich seines Gleichen sucht.

Rayvolt Ambassador

Zur Website von Rayvolt.

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