Paris will grüner werden.

von Sebastian Klammer am März 6, 2018

Paris Natur Design

Paris plant die Anlage eines Waldgebietes, das fünfmal größer ist als der Central Park in New York. Das ist zwar nur eine der vielen Ideen, mit denen die Weltstadt ihrem Problem mit der Luftverschmutzung beikommen will, aber mit Sicherheit ist es die ambitionierteste. Die Idee ist, einen etwa 1.350 Hektar großen Wald im Vorstadtgebiet anzulegen – das entspräche dem fünffachen der Fläche des New Yorker Central Parks. Initiiert wurde das Projekt vom Syndicat Mixte d’Aménagement de la Plaine de Pierrelaye-Bessancourt (oder kurz: SMAPP) – und es könnte durchaus Chancen auf Erfolg besitzen. Derzeit ist der Standort nämlich ein ungenutztes Ödland, das inoffiziell aus Mülldeponie dient. Wenn das SMAPP in der Lage ist, seinen Plan durchzusetzen, würde sich diese Müllhalde in einen üppig bewachsenen Raum mit Wanderwegen, Naturschutzgebieten und etwa einer Million Bäume verwandeln.

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Das einst landwirtschaftlich genutzte Gebiet rund um Pierrelaye-Bessancourt ist schon immer problematisch für die Stadt. Von 1896 bis in die 1990er Jahre wurde hier großzügig Abwasser auf die Felder gesprüht, um sie zu düngen. Dadurch wurden die Böden so belastet, das eine landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr möglich war. Heute wird das Gebiet von Müll überzogen.

Den Plan, dieses Gebiet in einen Wald umzuwandeln, gibt es schon seit knapp 15 Jahren. Bisher allerdings hat er lediglich zu hitzigen Debatten geführt. Man konnte sich nicht einigen, wie die beste Nutzung dieses riesigen Raumes aussehen könnte. Nun aber bekommt das Projekt von der Politik neuen Rückenwind.

Nach Angaben des SMAPP würde es 30 bis 50 Jahre dauern, bis die neu angepflanzten Bäume ausgewachsen seien. Dann allerdings könnten hier ein Reitzentrum, Aussichtsplattformen, Wanderwege und Lebensräume für Wildtiere entstehen. Die insgesamt 1.350 Hektar würden dann aus 600 Hektar neuem Wald, 370 Hektar wiederhergestelltem Wald (mit ausgedünnten invasiven Arten) und 250 Hektar Freiflächen für die Öffentlichkeit oder ökologische Reserven bestehen.

Mehr über dieses Projekt kannst du in diesem Dokument der SMAPP oder auf der SMAPP Website erfahren.

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