Lichtpanel: Dachfenster im ersten Stock

von Sebastian Klammer am Mai 16, 2014

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Was gibt es Schöneres als Sommersonnenstrahlen, die fröhlich durch’s Fenster scheinen! Gut, ein oder zwei Dinge fallen mir ein, die durchaus Konkurrenzpotenzial hätten, aber dennoch: Sonnenschein hebt bei so ziemlich jedem Menschen die Laune. Schade nur, dass es ihn nicht immer gibt. Bis jetzt. Denn schon bald wird es möglich sein, den grauesten Tag und das dunkelste Kellerloch mit hellem Sonnenlicht zu erfüllen. Wissenschaftler aus Italien haben jetzt ein Lichtpanel entwickelt, welches Nanopartikel nutzt, um natürliches Tageslicht zu simulieren. So lässt sich auch im ersten Stock ein realistisch wirkendes Dachfenster in jeder beliebigen Größe umsetzen.

Die Lichtwirkung des neuen Panels ist der von fluoreszierendem Licht deutlich überlegen. Zwar werden auch hier herkömmliche weiße LEDs als Lichtquelle genutzt, die eigentliche Magie spielt sich aber innerhalb einer durchsichtigen Kuntstofffläche ab, die mit winzigen Titanoxid-Partikeln gefüllt ist. Sie ist in der Lage, die Lichtbrechung der Erdatmosphäre nachzuahmen. Dabei können verschiedene Panele unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen – von super hellem Sonnenschein bis zur Abenddämmerung.

Genau genommen ahmt das durchsichtige Polymer das Phänomen der Rayleigh-Streuung nach – also die Art und Weise, in der Luftmoleküle die Strahlung des Sonnenlichtes brechen. In diesem Beispiel wird weißes Licht in der Art eines Deckenlichtes gestreut. Das Ergebnis ist eine große Fläche vorwiegend blau erscheinender Lichtwellen mit einem kleineren Punkt warmen gelben Lichtes (was, das hast du dir wahrscheinlich schon gedacht, direktes Sonnensicht darstellen soll).

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Der Prototyp des Lichtpanels misst etwa 2 x 1 Meter und wurde im März zum ersten Mal in Deutschland präsentiert. Die Forscher hoffen, mit dieser Technik Tunnel, Einkaufszentren, Hotels und Krankenhäuser freundlicher und heller gestalten zu können.

Durch den Siegeszug äußerst günstiger LEDs kommen derzeit zahlreiche neue Beleuchtungsmöglichkeiten auf den Markt. So hat zum Beispiel Philips eine neue, teils textile Deckenbeleuchtung namens OneSpace präsentiert. Diese kann zwar keine unterschiedlichen Lichtverhältnisse simulieren, lässt sich dafür aber an jede Raumform und -größe individuell anpassen.

Gefunden bei core77 und Philips.com

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