Jane Long’s farbenfrohe Fantasiewerke

von Sebastian Klammer am August 16, 2015

Jane Long - Dancing with Costica

Die australische Fotografin Jane Long verwandelt rissige, teils verblichene Fotografien aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges in farbenfrohe, fantastische Bilder – und verleiht den Dargestellten damit einen neuen, vollkommen surrealen Kontext. Die Fotos, die sie für ihre Serie „Dancing with Costica“ verwendet, wurde vor mehr als einem halben Jahrhundert von Costică Acsinte aufgenommen, einem rumänischen Fotografen, der den Zweiten Weltkrieg dokumentiert hat.

Jane Long - Dancing with Costica

Jane Long - Dancing with Costica

Die Glasplattform-Fotografien von Costica zeigen die ernsten Gesichter und intensiven Blicke von Menschen zu einer Zeit, in der es noch nicht üblich war, für die Kamera zu lächeln. Darauf nimmt Long direkten Bezug. Sie sagt: „Ich wollte den Ausdruck der Bilder verändern. Die komplizierte Technik bei der Fotografie zu jener Zeit führte dazu, dass die dargestellten Personen selten lächeln. Das heisst aber nicht, dass sie nicht gelacht und nicht geliebt haben. Diesen Aspekt wollte ich zu den Bildern hinzufügen.“

Jane Long - Dancing with Costica

Jane Long - Dancing with Costica

Die farbenfrohen Werke von Long blieben nicht ohne Kontroverse. Viele Betrachter empfanden es als nicht angebracht, Bilder von Menschen zu ändern, die man nicht einmal kennt. Als Antwort auf diese Kritik bekennt sich Long zu ihren Bildern und erklärt: „Ich wollte, dass man die Personen auf diesen Bildern als reale Menschen betrachtet und nicht nur als alte Fotos. Das Hinzufügen von Farbe verändert dramatisch, wie wir diese Bilder wahrnehmen.“

Jane Long - Dancing with Costica

Jane Long - Dancing with Costica

Jane Long - Dancing with Costica

Jane Long - Dancing with Costica

Jane Long - Dancing with Costica

Die Bilderserie „Dancing with Costica“ wird vom 22. August bis zum 20. September 2015 in der Ballarat International Photo Biennale ausgestellt. Mehr Arbeiten von Jane Long findest du auf ihrer Facebook-Seite.

Gefunden bei My Modern Met.

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