Gute Vorsätze für ein grüneres 2016!

von Sebastian Klammer am Januar 5, 2016

Das neue Jahr ist gerade einmal 5 Tage alt – jung genug für ein paar gute Vorsätze! Wem da nach „weniger trinken“ oder „weniger rauchen“ schon die Ideen ausgehen, dem kann geholfen werden: in den Weiten des Web finden sich zahlreiche gute Vorschläge, wie man das Jahr 2016 quasi im Alleingang viel, viel besser machen kann. Angesichts der aktuellen Klimaveränderungen und sozialen Unruhen sicher nicht die schlechteste Idee!

1. Fleisch reduzieren

Oxfam - Fleisch reduzieren

© Lara McKinley/Oxfam

Wir alle essen, zusammen genommen, deutlich zu viel Fleisch. Das ist nicht nur schlecht für uns, sondern auch für die Umwelt. Kaum bekannt: Kühe sind für 18 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. Außerdem verbraucht die Viehzucht sehr viel Wasser – und das wird immer knapper. Derzeit werden etwa 8 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs in der Tierzucht generiert. Dabei muss man auf gar nicht viel verzichten, um spürbar etwas zu verändern. Studien zeigen, dass es bereits erhebliche Auswirkungen hat, wenn man bereits bei 1 Mahlzeit pro Woche auf Fleisch verzichtet. Und das ist nun wirklich zu verkraften!

Mehr darüber gibt es auf der Website von OXFAM.

2. Energie besser nutzen

Energie effizienter nutzen

© Marcus Pink / OXFAM

Viele Menschen legen bereits großen Wert auf energiesparende Geräte – vom Kühlschrank über die Waschmaschine bis hin zum Fernsehgerät. Doch obwohl viele dieser Geräte bereits deutlich weniger Strom verbrauchen als vor 10 Jahren, hat sich die Ökobilanz der Haushalte nicht deutlich verbessert. Und das liegt oft daran, dass eigentlich energieeffiziente Geräte falsch genutzt werden. Das wird beim Kochen am deutlichsten. Hier ließen sich bis zu 70 Prozent Energie einsparen, wenn man z.B. beim Kochen von Nudeln, Gemüse oder Eiern nur so viel Wasser erhitzt, wie tatsächlich benötigt wird, um das Kochgut zu bedecken. Oder indem man die Hitze reduziert, sobald das Wasser kocht. Oder im Wasserkocher nur so viel Wasser kocht, wie man für die anvisierte Tasse Tee tatsächlich braucht.

Bei anderen Geräten trägt der Standby-Modus enorm zur Energieverschwendung bei. Absurd: Über die gesamte Produktlebenszeit hinweg betrachtet, verbraucht z.B. eine Mikrowelle die Hälfte ihrer Energie dafür zu zeigen, wie spät es ist. Ohne, dass das irgend jemand sieht.

Wichtig ist aber auch, die richtige Energie zu verbrauchen. Also Strom aus erneuerbaren, nicht-endlichen Energieressourcen wie Sonne, Wind und Wasser. Ökostrom-Anbieter haben eine deutlich bessere Treibhausgas-Bilanz und eine weit höhere Nachhaltigkeit, bei zumeist nur unwesentlich höheren Kosten! Aufpassen muss man allerdings schon, denn nicht überall wo „öko“ drauf steht, ist auch „öko“ drin.

Auch hierzu gibt es mehr auf der Website von OXFAM.

3. Bewusster konsumieren

Peerby

Bild: Peerby

Gerade in größeren Städten zeigt sich ein deutlicher Trend zum Teilen, Tauschen oder Wiederverwenden. Das gilt nicht nur für’s Auto, das dank Car-Sharing Unternehmen wie DriveNow, FlexAuto, car2go oder Multicity effizienter gemeinsam genutzt werden kann.

Auch der Kleidertausch hat sein Schmuddel-Image verloren, wie Angebote von kleiderkreisel, Zamaro, Tauschbörse.de, Klamottentausch.net oder swapy zeigen. So kann man beliebig oft die eigene Kollektion im Kleiderschrank austauschen, ohne dass man auf eher fragwürdige Angebote wie Primark zurückgreifen müsste.

Auch muss man nicht unbedingt alle Dinge selbst kaufen, die man nur für eine bestimmte Zeit braucht. Seien wir mal ehrlich: bei den meisten von uns liegen Bohrmaschinen, Stichsägen und zahllose andere Geräte die meiste Zeit ungenutzt herum. Warum nicht einfach ausleihen statt kaufen? So bieten viele Baumärkte Leihgeräte an – und was es hier nicht gibt, findet man privat oft ganz in der Nähe. Hilfe beim Suchen, Aus- und Verleihen bieten nützliche Apps wie Peerby, Fairleihen, LeihDirWas oder Flinc.

4. Fairer essen

GEPA

Bild: GEPA

Wer seine Lebensmittel ausschließlich beim Discounter bezieht, schont zwar auf den ersten Blick seinen Geldbeutel, tut aber weder sich selbst noch seinen Mitmenschen etwas Gutes. Und das kann auf den zweiten Blick teurer werden als gedacht. Minderwertige Nahrung schadet nämlich nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch der Umwelt und ruft soziale Konflikte hervor, die dann irgendwann in der Personifikation als Wirtschaftsflüchtling vor der eigenen Tür stehen. Hinzu kommt, dass z.B. billig produziertes Fleisch katastrophale Auswirkungen auf die Effektivität von Antibiotika hat – einige Forscher warnen bereits vor einem Rückfall in die Zeiten vor dem Penizillin, als es noch nichts besonderes war, an einer einfachen Grippe zu sterben. Billig produzierte Feldfrüchte sind oft mit gefährlichen Pestiziden wie Glyphosat belastet, das im Verdacht steht, Krebs auszulösen. Nicht zuletzt schaden billige Lebensmittelpreise auch den Produzenten – und damit dem gesamten Wirtschaftskreislauf.

Deshalb sollte man schon aus reinem Eigennutz darüber nachdenken, Lebensmittel fair einzukaufen. Vertrauenswürdige Siegel wie FairTrade oder GEPA bieten hier eine gute Orientierung. Bio-Siegel wie Bioland, demeter, Naturland oder Neuland Fleisch haben deutlich strengere Kriterien als die weichgespülte EU-Bioverordnung und garantieren eine weitgehend schadstoffreie, nachhaltige und artgerechtere Lebensmittelproduktion.

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