Grace One City e-Motorbike

von Sebastian Klammer am November 1, 2011

Grace One City e-motorbike

(Fast) jeder muss morgens aufstehen, raus und sich auf den Weg zur Arbeit machen. Einige fahren, andere laufen – oder nehmen Bus oder Bahn. Oder fahren mit dem Rad! Gerade für letzteres gibt es viele gute Gründe: Man spart Geld, schont die Umwelt, tut etwas für seine Gesundheit und Spaß macht es auch. Und wie bei vielen Fortbewegungsmöglichkeiten steigt der Fun Faktor enorm mit zunehmender Geschwindigkeit. Das dachte man sich wahrscheinlich auch bei der Entwicklung des Grace One e-Motorbike. Das Elektro-Bike aus Deutschland bietet mehr technische Finessen als ein gebrauchter Kleinwagen – kostet aber auch so viel. Für etwas mehr als 4.000 Euro bekommt man allerdings Speed, Speed, Speed: bis zu 25 km/h, ohne eine einzige Kalorie zu verbrennen. Anwender (siehe Kommentar) berichten sogar von 45 km/h, ohne treten zu müssen. Der Helm sollte deshalb beim Fahren unbedingt Pflicht sein. Das Tech-Magazin engadget hat das Grace One City e-Motorbike getestet und für gut befunden. Hier schreibt man:

Aus der Entfernung sieht das Grace One aus wie ein grobschlächtiges, schweres, überladenes Mountain Bike, das irgendwann in 1983 vom Fließband gelaufen ist. Der Rahmen ist sehr dick ausgefallen und erscheint sehr viel stabiler als notwendig gewesen wäre. Allerdings: Dieses Bike ist für die Straße gedacht. So gibt es keine Offroad-Bereifung und nur eine grundlegende Federung, die dem Fahrer deutlich zeigt, dass er die asphaltierte Straße verlassen hat. Es wird schnell klar: Die Federung am Vorderrad ist nicht dafür da, Sprünge abzufangen, sondern das Rad auf der Straße zu halten, wenn der Fahrer einmal zu scharf in die Bremsen greift. Und wenn man bedenkt, welche Geschwindigkeit dieses Baby erreicht, ohne dass man in Schweiß ausbricht, ist man wahrscheinlich froh, im Falle des Falles auf die Magura Scheibenbremsen zurückgreifen zu können, die sowohl vorn als auch hinten verbaut sind.

Grace One City e-Motorbike

Auf der linken Seite des Lenkers gibt es einen Ganghebel, der dem Fahrer 9 Geschwindigkeiten anbietet. Rechts gibt es den Twist Throttle – und der bringt den eigentlichen Unterschied zu einem normalen Bike – er startet die Geheimwaffe des e-Motorbike: den 1.3 kW Motor, der sich in der Nabe des Hinterrades befindet. Er treibt das Bike – ohne Zutun des Fahrers – auf bis zu 25 km/h. Kombiniert man die Motorkraft mit der eigenen und tritt unterstützend kräftig in die Pedale, kommt man natürlich auf deutlich höhere Geschwindigkeiten.

grace one city e-bike

Der Motor wird von insgesamt 6,6 kg Batterie angetrieben, die sich im oberen Rohr des Rahmens verbirgt – und erklärt, weshalb dieses Bike auf den ersten Blick so wuchtig erscheint. Die Batterien erklären auch das Gewicht von immerhin 34,6 kg, die das Rad trotz Alu-Rahmen und jeder Menge hochwertiger Leichtmaterialien auf die Waage bringt. Das mag auf der Straße durchaus erträglich sein, ist allerdings nichts, was man täglich mehrere Treppen hinauf und hinunter tragen möchte. Die Unterbringung der Batterie im Rahmen ist aus Sicht des Designers ein cleverer Zug, verhindert allerdings, dass man sie zum Aufladen mit ins Büro / die Wohnung nehmen kann.

Ebenfalls am Lenker befindet sich eine LCD-Anzeige, die über Geschwindigkeit, gefahrene Kilometer und Batteriestatus informiert. Außerdem noch eine Hupe, Fern- und Abblendlicht.

Das Grace One City e-motorbike hält etwa einen Tag lang durch – die Leute von Engadget haben in dieser Zeit mit einer Akkuladung etwa 22 Kilometer zurückgelegt und dabei die 42 km/h Marke überschritten. Mit einer höheren Gangschaltung und ein bisschen Gefälle wäre allerdings auch deutlich mehr drin. Allerdings ist das Grace One kein Rennrad und will es auch nicht sein. Vielmehr will es mit Leichtigkeit eine vernünftige Durchschnittsgeschwindigkeit ermöglichen und das schafft es problemlos. Im Stadtverkehr soll der Fahrer jederzeit mithalten können, ohne sich überanstrengen zu müssen. Das ist gut und schlecht zugleich. So kommt der Fahrer überaus bequem von A nach B, aber es fehlt dieses gewisse Gefühl der Befriedigung. Radelt man auf herkömmlichem Wege zur Arbeit, dann hat man sich selbst über jeden Hügel geschleppt, den es auf dem Wege gab. Man ist zwar verschwitzt, außer Atem und hat klebriges Haar, aber das hat man sich auch verdient.

In diesem Sinne bietet das Grace One nicht das ökologische, abgasfreie, bereichernde Gefühl, das man von einem normalen Fahrrad bekommt. Dafür macht es aber deutlich mehr Spaß. Das Grace One ist ein Fahrrad für Leute, die sich lächelnd durch den dicksten Verkehr schlängeln wollen. Ein Bike für Leute, die Spaß an etwas exotischem haben. Für Leute, die hohe Geschwindigkeit brauchen, aber nicht so wirklich über die Beine und Lungen verfügen, um diese aus eigener Kraft zu erreichen. Und nicht zuletzt ist das Grace One ein Bike für Leute, die 4.200 Euro für dieses Privileg bezahlen können – und wollen.

Das ganze Review des Grace One – inklusive Video – gibt es bei engadget.com. Das Bike selbst gibt es bei grace-bikes.com.

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2 Kommentare

Bin stolze Besitzer von Grace one,

Sein Geschwindigkeit ist 45km and das locker und das ohne tretten,
nich 25km was sie da schreiben.
Darum mofa Helm ist pflicht und fahren wird nur an die strasse!
Selbst am chip schusselkarte stehts drauf.
also korregieren
Grüß Anestis

by Kasapidis Anestis on 5. Mai 2017 at 04:22. Antworten #

Das klingt natürlich super cool! Danke Dir für Deinen Hinweis!

by Sebastian Klammer on 5. Mai 2017 at 08:03. Antworten #

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