Freevolt – macht Energie aus Luft

von Sebastian Klammer am Oktober 7, 2015

energie aus der luft - freevolt

Der Titel klingt vielleicht ein bisschen verwegen, stimmt aber. Zumindest fast. Denn mit Freevolt hat das britische Unternehmen Drayson Technologies ein Verfahren marktreif gemacht, mit dem sich künftig kleine elektronische Geräte mit Energie versorgen lassen. Überall, jederzeit und kostenlos.

Freevolt wandelt die Energie aus Radiosignalen in nutzbare Elektrizität um und erschließt damit eine Energiequelle, die fast überall vorhanden, aber bisher noch nahezu vollkommen ungenutzt ist. Radio- bzw. RF-Signale sind die Grundlage für kabellose Telefone, WLAN oder digitales Fernsehen. Sie als Energiequelle zu nutzen, würde eine Menge neuer Möglichkeiten erschließen, die sich gar nicht auf den ersten Blick aufdrängen: Als Ersatz für die Batterien in Rauchmeldern zum Beispiel, für Sicherheitskameras oder Uhren.

energie aus der luft - freevolt

Momentan wird Freevolt erst in einem kommerziellen Gerät genutzt – dem CleanSpace™ Tag. CleanSpace ist ein persönlicher Luftverschmutzungssensor, der Elektrosmog misst – und gleichzeitig, gewissermaßen, von diesem angetrieben wird. So kommt CleanSpace gänzlich ohne Batterien aus, die dann und wann gewechselt werden müssten. Das CleanSpace Tag (das man hier kaufen kann) speist die gemessenen Daten in eine offene Datenbank ein, die auf Crowdsource-Daten basiert und die Luftqualität in Ballungsräumen darstellt.

cleanspace

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Als alleinstehendes Produkt wird Freevolt derzeit nicht angeboten – allerdings können Developer Kits vorbestellt werden, die es Tüftlern erlauben sollen, eigene Geräte auf der Basis von Freevolt zu entwickeln. Drayson hofft, eine ganze Reihe praktischer Anwendungen zu generieren, die auf „Perpetual Power“ basieren – also einem endlosen Strom kostenloser Energie aus nichts als dünner Luft.

Gefunden bei Inhabitat / Engadget

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