Die einzigartige Architektur sowjetischer U-Bahn-Stationen – von Christopher Herwig

von Sebastian am November 13, 2019

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Tashkent

Der kanadische Fotograf Christopher Herwig hat 15 Städte in sieben Ländern der ehemaligen Sowjetunion bereist – und sich U-Bahn-Stationen angesehen. Nicht nur angesehen: sondern sie fotografiert. Mehr als 15.000 Bilder kamen dabei zusammen. Die schönsten von ihnen hat er in einem neuen Bildband veröffentlicht. Sein Thema hat Herwig nicht ohne Grund gewählt, denn nirgendwo sonst auf der Welt sehen eigentlich so profane Bauten wie U-Bahnhöfe so sehr aus wie Paläste: reich verzierte Säulen und filigran gemusterte Decken, die jeden Tag Millionen von Pendlern erfreuen.

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Baku

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

St. Petersburg

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Kiew

Christopher Herbig hat Russland eher durch Zufall entdeckt – und mit dem Zug. Das erste Mal kam er als Reisefotograf und Dokumentarfilmer für UNICEF in die Region. Später lebte er zunächst in Kasachstan und dann in Jordanien, wo er weiterhin als Fotograf arbeitete. Seine Liebe für die russischen U-Bahnhöfe wurde vor Jahren in Moskau und Taschkent geweckt. Allerdings durfte er sie nicht auf Film bannen. Da für viele der Stationen auch die Nutzung als Schutzbunker vorgesehen war, galten sie als militärische Anlagen und das Fotografieren war verboten. Gegenüber dem Online Magazin Colossal sagte Herbig: „Obwohl ich wahrscheinlich mit ein paar Bildern davongekommen wäre, wollte ich die Serie richtig machen und alle Bahnhöfe der ehemaligen UdSSR zeigen – nicht nur die herausragendsten unter ihnen in Moskau. In vielen Städten wurde das Fotografierverbot zwischenzeitlich aufgehoben, so dass ich hier viel ausprobieren konnte.“

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Kkarkiv

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Nowosibirsk

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Taschkent

Herwigs Bilder entführen den Betrachter auf eine Reise durch die architektonischen und politischen Besonderheiten der vergangenen Jahrzehnte – voller Symbole aus der Sowjetzeit oder Reliefskulpturen bedeutender Ereignisse. Jeder Quadratmeter der gut erhaltenen unterirdischen Räume bietet besondere Ansichten, deren Entdeckung sich lohnt. Für seine Bilder war Herwig oft sehr früh am Morgen oder sehr spät am Abend unterwegs, wenn nur noch wenige Menschen in den Stationen unterwegs waren.

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Kryvyi Rih

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Moskau

Christopher Herbig - Russische U-Bahnstationen

Der von FUEL herausgegebene Bildband „Soviet Metro Stations“ ist als gebundene Ausgabe am 24. September erschienen und sowohl bei Amazon als auch (auf Bestellung) im Buchladen um die Ecke erhältlich. Der Preis beträgt 24,99 US-Dollar.

Wenn du mehr über Christopher Herwig und seine Arbeiten erfahren möchtest, kannst du ihm auf Instagram folgen.

Gefunden bei colossal.com. Alle Bilder © Christopher Herwig

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