Die 4 Geheimnisse effektiver Kommunikation

von Sebastian am Juli 3, 2014

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Schon George Bernard Shaw sagte: „Das größte Problem bei der Kommunikation ist die Illusion, sie hätte stattgefunden.“

Manchmal scheint es tatsächlich so, als sei die Unfähigkeit, klar zu kommunizieren eines der problematischsten Themen des Lebens. Schlechte Kommunikation kann Beziehungen zerstören, viel versprechende Geschäfte zunichte machen und sogar Kriege auslösen. Stell dir nur mal vor, welchen Unterschied effektive Kommunikation in deinem eigenen Leben machen könnte – sowohl zuhause als auch im Beruf.

Möchte man den Versuch unternehmen, besser zu kommunizieren, ist es zunächst einmal wichtig zu verstehen, wie das mit der Kommunikation eigentlich funktioniert. Hier sind vier der wichtigsten Punkte.

Zwei Ohren, ein Mund.

Schon Mutti hat es uns immer erklärt: Wir besitzen zwei Ohren, aber nur einen Mund, weil Zuhören wichtiger ist als Sprechen. In der Tat ist es so, dass Menschen, die gut kommunizieren, öfter einmal gar nichts sagen, sondern zuhören. Dafür gibt es zwei wichtige Gründe.

Erstens: Zuhören heisst Informationen sammeln. Möchte man also effektiv zu einem bestimmten Thema kommunizieren, ist es von Vorteil, so viel wie möglich über dieses Thema zu erfahren. Je mehr du weißt, desto mehr kannst du zu einem Thema sagen.

Zweitens: Menschen, die nur wenige Worte machen, empfinden wir ganz unterbewusst als selbstsicher und souverän. Gemeint sind damit allerdings Menschen, die nicht wild herumschwafeln, wenn sie etwas sagen – nicht unbedingt Menschen, die aufgrund ihres geringen Selbstvertrauens nicht viel aus sich herausgehen.

Hab‘ keine Angst vor Fragen

Es gibt eine schmale Grenze zwischen „interessiert“ und „nervig“, wenn es darum geht, Fragen zu stellen. Dennoch: Menschen, die überhaupt nicht fragen, empfinden wir zumeist als desinteressiert. Neben dem Augenkontakt ist das stellen von Fragen das sicherste Zeichen für dein Gegenüber, dass du aufmerksam bist und dich dafür interessierst, was der oder die Andere zu sagen hat. Ganz abgesehen davon, dass du so am Besten Informationen sammeln kannst, wie eingangs erwähnt.

Allerdings solltest du darauf achten, die Grenze zwischen „interessiert“ und „aufdringlich“ nicht zu überschreiten. Dann und wann eine Frage zu stellen, um dir mehr Klarheit zu verschaffen, ist gut. Dein Gegenüber ständig mit Fragen zu unterbrechen, ist hingegen ein guter Weg dafür zu sorgen, dass sich bald niemand mehr mit dir unterhält. Dies gilt im übrigen für Unterbrechungen ganz allgemein. Soll heißen: Unterbrich deinen Gesprächspartner nicht – es sei denn, es ist unbedingt notwendig. Es gibt nur wenige Dinge, die wir als unhöflicher betrachten, als im Gespräch unterbrochen zu werden. Für eine effektive Kommunikation ist es absolut fatal.

Komm auf den Punkt

Wenn du mit deiner besseren Hälfte am Strand liegst und nichts besseres zu tun hast, kannst du deine Konversation nach Herzenslust laufen lassen – zumindest so lange, bis sie oder er dich darum bitten, die Klappe zu halten. Ansonsten gilt: Fasse dich kurz und komm auf den Punkt. Es war Thomas Jefferson, der einmal so treffend sagte: „Das wertvollste aller Talente ist das, nie zwei Worte zu benutzen, wenn eines ausreicht.“

Kurz: Sag, was du sagen möchtest und spare dir lange Ausführungen für dein nächstes Buch. Im Allgemeinen fühlen sich Menschen leicht genötigt, wenn sie versuchen, eine Information zu erhalten und statt dessen dazu gezwungen werden, sich übermäßig lange Detailbeschreibungen anhören zu müssen, die mit dem Kern der Sache im Prinzip überhaupt nichts zu tun haben.

Wähle deine Worte sorgfältig

Hierin liegt mit Sicherheit einer der Hauptgründe für fehlgeschlagene Kommunikation. Worte sind mächtig. Sehr viel mächtiger, als wir gemein hin annehmen. Auch wenn du es nicht bewusst wahrnimmst, verarbeitet dein Gehirn (das sehr viel schlauer ist als du) alles was es hört bis ins kleinste Detail und verbindet es mit Bedeutungen, Gefühlen und Erinnerungen. Wenn du deine Worte in einer bestimmten Situation also schlecht auswählst, werden sie auch schlecht aufgenommen. Darum ist es so wichtig, gut zuzuhören, Fragen zu stellen und sparsam mit Worten umzugehen. Nimm dir Zeit, Informationen aufzunehmen, denke sie durch und entscheide dann ganz bewusst, was du antworten möchtest. Dein Gehirn kann in einer Sekunde eine Menge kleiner Anpassungen vornehmen, die deine Antwort deutlich effektiver gestalten. Das ist wichtig. Denn haben die Worte erst einmal deinen Mund verlassen, kann sie nichts mehr aufhalten.

Die Wahl der richtigen Worte zeigt anderen Menschen, dass du genau verstehst, worum es geht – und dich auf eine intelligente, bereichernde Weise darüber unterhalten kannst. Zudem beweist die Wahl der richtigen Worte Selbstvertrauen, Souveränität und Führungsqualitäten. Und es führt dazu, dass Leute dir zuhören wollen, wenn du etwas sagst.

Die meisten Menschen realisieren nicht, wie viel besser ihr Leben sein könnte, wenn sie einfach nur effektiver kommunizieren. Dabei führt eine gute Kommunikation sehr schnell zu besseren Beziehungen – im Privaten und im Beruflichen.

Bildnachweis: timrb, Creative Commons Attribution 2.0 generic license

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