Absage an genetisch veränderte Lebensmittel

von Sebastian am August 6, 2014

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Der Einfluss gesundheits- und umweltbewusster Käufer scheint sich langsam auszuwirken – auf die Lebensmittelindustrie. Denn immer mehr führende Lebensmittelhersteller verzichten inzwischen komplett auf den Einsatz genetisch veränderter Nahrungsmittel in ihren Produkten. Einige dieser Hersteller, wie Ben & Jerry’s Icecream, betonen auf ihren Produktlabeln ganz bewusst, dass ihre Produkte frei sind von veränderten Ausgangsprodukten. Andere hingegen vollziehen diesen Wandel eher leise. So wie General Mill, deren Cheerios Frühstückscerialien jetzt ebenfalls frei sind von genetisch veränderten Zutaten, genau so wie die Grape Nuts von Post Foods und 80 Produkte von Target, einer großen US Handelskette.

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Megan Westgate vom Non-GMO Project betont: „Es gibt eine Menge aufregender, cooler Entwicklungen, die, aus welchen strategischen Gründen auch immer, nicht besonders stark beworben werden.“ Nathan Hendricks, Agricultural Economist an der Kansas State University erklärt, dass die großen Lebensmittelhersteller im Moment etwas verunsichert sind und erst einmal schauen wollen, wie sich die Konsumenten in Zukunft entscheiden werden.

“Am Ende des Tages,“ so Hendricks gegenüber dem Radiosender NPR, „sind diese Hersteller nicht zwangsläufig beste Freunde von Monsanto und Konsorten. Sie wollen Profit machen und sie wollen den Leuten das anbieten, was Geld bringt. Also brauchen sie eine Produktlinie mit GMO-freien Produkten, für den Fall, dass sich der Wind in diese Richtung dreht.“

Nach Angaben des Non-GMO Projektes, das seit seiner Gründung 2007 unabhängig etwa 20.000 Produkte zertifiziert hat, sieht es so aus, als wäre ein Anti-GMO-Sturm im Anmarsch. Nach Schätzungen von Westgate ist Non-GMO der am stärksten wachsende Sektor in der Lebensmittelindustrie mit einem Umsatz von insgesamt 6 Milliarden US-Dollar im Jahr.

Dennoch sind sich vor allem die führenden Lebensmittelproduzenten nicht ganz einig, wie NPR berichtet. Denn obwohl viele von ihnen einerseits GMO-freie Lebensmittel produzieren, wahren sie nicht nur Stillschweigen darüber, sondern kämpfen zugleich gegen ein generelles GMO-Verbot oder bessere Verbraucherinformationen über Lebensmittel, die gentechnisch modifizierte Zutaten enthalten. Man will sich wohl alle Türen offen halten.

Gefunden bei inhabitat.com

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